Strom von den Stromrebellinnen und -rebellen

20 Jahre versuchte ich die am Untersee (Bodensee) einzige Möglichkeit zur Versorgung mit Schweizer Atomstrom zu beenden: keine Chance - verschiedene alternative Stromversorger bis hin zu Greenpeace hoch in den Norden hatten aufgrund der Exklusiv-Verträge der lokalen Gemeinden mit der Schweiz keine Möglichkeiten, eine ökologisch orientierte Nachfrage zu bedienen. 2014 wurden die Voraussetzungen endlich geändert und die Bevölkerung am Untersee kann beim Schweizer Pflichtversorger EKS kündigen. So bin ich nun seit Juni 2014 bei der berühmten EWS, die im Tschernobyl-Jahr gegründet wurden und deren Gründerin 2013 eine weitere Anerkennung ihrer Arbeit erhielt: den Deutschen Umweltpreis. Die bürgereigene EWS bietet (neben Informationen zu aktuellen Energiethemen im gesellschaftlichen Kontext) atom-, kohle-, erdgas-, und sonst wie fossil-frei erzeugten Strom, der als regenerative Energie aus Wind und Wasser mit einem hohen Neuanlagen-Anteil als 100% CO2-emissionenfrei gilt. Im März 2015 wurde mir dann für diesen Bezug ein beeindruckendes Zertifikat ausgestellt.

Die Vergleichszahlen dazu: im Bundesdurchschnitt wurden 2014 umgerechnet auf die gesamte Stromerzeugung 508g/kWh CO2 emittiert und betrug der Atommüll 0,0005g/kWh (dies sind 274 Tonnen radioaktiver Atommüll, der für Jahrtausende die Umwelt belastet).

Zertifikat_Strombezug_EWS_Alexander.pdf
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