Filme: sehenswert, anregend, ....

längere Filme - kostenlos im Internet

Milchrebellen: die Upländer Molkerei im WDR 03.11.2014

In Zeiten, in denen namhafte Discounter Milchpreise um 10 Cent kürzen, sind solche Filme umso wertvoller: "Die Milchrebellen" ist der vierte Film der neuen fünfteiligen Doku-Reihe "Mut gegen Macht" im WDR Fernsehen (Start 13. Oktober). Es geht bei "Mut gegen Macht" um Menschen, die ihr gutes Recht durchsetzen wollen und nicht klein beigeben, obwohl sie sich manchmal machtlos fühlen. Wie "David gegen Goliath" kämpfen sie gegen Behörden, Institutionen oder auch große Unternehmen. Die brisanten Fälle, die die fünfteilige Reihe präsentiert, zeigen aktuelle gesellschaftliche und politische Missstände aus den Bereichen Justiz, Gesundheit, Wirtschaft und Arbeit auf. Die Webseite www.mutgegenmacht.wdr.de bietet Zusatzinformationen und Links und ist Kommunikationsplattform für Kommentare, Fragen und Anregungen der Zuschauer. Neuigkeiten und Bonusmaterialien rund um die Filme werden über Facebook, Google+ und Twitter kommuniziert. Auch das WDR-Radio begleitet "Mut gegen Macht" mit eigenen Beiträgen." (zitiert aus dem Rundbrief von Josef Feilmeier, der als der "Landhändler ganz ohne Gentechnik vor einigen Jahren auch filmisch bekannt wurde.)

Kurze Filme - kostenlos im Internet

"Zusammen ist es Klimaschutz"

Eine gleichnamige Kampagne des Bundesumweltministeriums machte im November 2014 Furore, da sie 3 v.a. sexistisch angehauchte aufreisserische Kurzspots veröffentlichte, die darüber zum aktiven Klimaschutz im Alltag motivieren sollen. Nun gut, das ist Geschmackssache. Viel echter sind da aber die kurzen Videointerviews, die unter dem Titel "So lebe ich" umweltfreundliches Engagement meist junger UnternehmerInnen präsentiert. Und die Warme Socken-Aktion ist ganz witzig. Logisch der link dann zu einem der besseren tools zum Errechnen des eigenen CO2-Fussabdrucks.

Eröffnungsfilm Klimaschutzkonferenz NY September 2014

Im Film wird das Gedicht für ein Baby vorgetragen "Dear Matafele Peinem" und die Bilder dazu, zeigen auf, warum Klimawandel Engagement quer durch alle Bevölkerungsgruppen und den Erdball benötigt. 

"On 23 September 2014, 26 year old poet Kathy Jetnil-Kijiner, from the Marshall Islands, addressed the Opening Ceremony of the UN Secretary-General's Climate Summit. Kathy was selected from among over 500 civil society candidates in an open, global nomination process conducted by the UN Non-Governmental Liaison Service." 

Urban Farming: growing cities (USA)

Wer den (historischen) Film "farmer John" kennt, wird erst Recht begeistert sein von diesem jungen Nachfolgefilm, der die US-amerikanische Urban Farming Bewegung sehr schön portraitiert. Im Juli 2014 werden noch SponsorInnen gesucht. Im September wurde er dann in der Endversion bereits als Schweizer Uraufführung bei den Schweizer Festival "Filme für die Erde" in 14 Städten gezeigt. Ein etwas lauter, amerikanischer "biogroove"-Movie, der aber authentisch zeigt, wie quer durch die USA Urban Farming/Gardening vor allem durch Menschen entwickelt wurde und wird, die eher den sogenannten sozialen Randschichten zugeordnet werden. Die Power ist beeindruckend.

 

Nachhaltige FrauenUNTERNEHMEN von genanet portratiert:

 

Innovative Unternehmerinnen vermitteln in dem Film eine sehr positive Stimmung und machen richtig Lust auf ‚Green Economy‘. Drei Unternehmerinnen, Katharina Guntermann von Fräulein Burger (Bio Burger ohne schlechtes Gewissen) , Karin Jordan vom Modelabel Jordan (Mode aus Berlin) und Ulrike Saade von velo:konzept (urbane Stadtentwicklung), werden vorgestellt. Sie erklären, was für sie ökologisches, nachhaltiges und soziales Wirtschaften bedeutet und sprechen über ihre Motive, die Reaktionen der KundInnen und die Umsetzungen ihrer Ideen zum nachhaltigen Wirtschaften in die Realität. 

Biodiversität von Biorama

Das Bio-ABC: in einem österreichisch-charmanten Kurzfilm (1 Minute) wird das ganze Alphabet mit ökologischen Themen von A wie Acker über G wie Gentechnik(frei) bis Z wie Zukunft buchstabiert. Neben dem Film sind dann noch alle Buchstaben zum Nachahmen aufgelistet.

Food Wastage Footprint (FWF)

Die FAO hat bereits den zweiten (englischsprachigen) Film erstellen lassen, der kurz und bündig, aber auch die sozialen Dimensionen des Themas beleuchtet (Übersetzungen auf französisch, spanisch, arabisch, russisch, chinesisch sollen folgen). Es werden auch die Kosten von Food Wastage dargestellt und die Gründe dargestellt, warum wir mehr an der Reduzierung von Nahrungsmittelverlusten (Verschwendung, Nachernteverluste, etc.) arbeiten sollten. Informationen zu dem  Gesamtprogramm der FAO zu FWF auf deren website.

Das Skribt zu dem Film anbei (EN): "FWF2 script: Each year, 30 percent of global food production is lost after harvest or wasted in shops, households and catering services. This represents USD 750 billion worth of food every year, and that is at producer prices. At retail prices, the value reaches a trillion dollars – twice the GDP of Norway. If Nature asked us to pay the total bill for food wastage, it could charge society at least another 700 billion dollars a year. Because that wasted food still: caused greenhouse gas emissions and climate change damages ($ 429 billion); used water for irrigation and increased water scarcity ($ 172 billion); cleared forests and eroded land ($ 42 billion); led to loss of pollinators, fishes and other biodiversity ($ 32 billion). And there is more. Social costs worth another trillion dollars are caused by food that never added one bit of nutrition to humanity. This includes: pesticides impact on human health ($ 150 billion); loss of livelihoods, as natural resources become more scarce ($ 280 billion); conflicts induced by pressure on natural resources ($ 390 billion); and subsidies spent to produce food wastage ($ 119 billion). But those are only the costs that can be calculated. Food wastage has many more costs that cannot be quantified. Imagine if we quantified: the loss of wetlands that purify water, or of biodiversity of pastures, or the value of fish discarded, the scarcity of essential agricultural inputs such as phosphorus, or the increase in food prices because of less supply… Assigning a monetary value to environmental or social impacts will always be inexact. How to value beautiful landscape or a child health? However we look at it, reducing food wastages makes sense economically, environmentally and socially. But not all the food wastage reduction measures are equal, some are better than others for nature and society. Reducing food loss by raising consumer awareness (100% of CO2 saved) or investing in improved post-harvest infrastructures and reducing food loss means we avoidusing natural resources in the first place, leaving them available for next harvest or future generations. Food that is about to be wasted on the market can timely redirected to charities (60%). Or if it is not up to human consumption standards, then think of feeding it to livestock, so that there is less need to produce animal feed (16%). When you save the food, you save the resources used to produce it. Food waste used to produce biogas is surely a better option than dumping it in landfills (2.4%) BUT  this wastage reduction measure is the least environmentally-effective.  All food reduction measures are different in terms of climate impact and use of water, land and biodiversity. Reducing wastage by not creating it in the first place should be a priority for all."

Gründe zu Fliegen = Gründe fürs künftige Nicht (oder weniger) Fliegen?

Athmosfair bringt mit diesen Kurzinterviews in "last minute" (nach unten scrollen!) die Absurdität der Gründe zu fliegen bzw. der Umgang der Reisenden kurz vorm Abflug auf kurze Weise auf den Punkt. Und der CO2-Rechner auf der website fluglos glücklich macht die eigene CO2-Verschmutzung direkt in Zahlen deutlich.

Fair Trade von Agroprofit

Wie man die Aufmerksamkeitsökonomie des Internets nutzt, zeigte YOOL 2012 mit einer Guerillaaktion für den Bio Verband Naturland und dem Weltladen Dachverband der deutschlandweit für Empörung, Erstauen und auch Begeisterung sorgte.

Das Szenario: Zwei Jungunternehmer des fiktiven Lebensmittelkonzernes „Agraprofit“ bieten ihre Waren auf einem Wochenmarkt an. Der Clou: Billige Preise und volle Transparenz für die Kunden. Das heißt Kaffeeanbau zu Dumpinglöhnen, Schokolade aus Kinderarbeit, gewerkschaftsfreie Bananenproduktion und die Frage: Werden die Leute kaufen oder siegt moralische Vernunft über Schnäppchenmentalität?

Die Antwort lässt sich im Internet bestaunen und sorgte mit über 5000.000 Klicks auf Youtube für die bis heute höchste virale Verbreitung eines Videos zum Thema Fairer Handel.

 

Für YOOL ist Werbung ein Mittel zum guten Zweck. Seit 2004 arbeitet die Agentur für Fair Handels Organiationen und unterstützt gesellschaftsorientierte Projekte mit kreativen Design, Branding und Nachhaltigkeitsmarketing.

Produkte nicht nachhaltig: Orangensaft Brasilien

Brasilien ist nicht nur das Land des Zuckerhuts, traumhafter Strände und gutem Fußball. Brasilien ist auch Marktführer in der Produktion des allseits beliebten Orangen-Safts. Die Realität der ArbeiterInnen auf den Orangen-Plantagen ist alles andere als traumhaft, wie dieser kurze Videoclip der @Christlichen Initiative Romero zeigt. Der Clip informiert insbesondere über die Hungerlöhne der Plantagen-ArbeiterInnen in Brasilien und stellt eine Protestaktion von CIR und ver.di vor, die Edeka, Rewe, Aldi und Lidl auffordert, endlich soziale Unternehmensverantwortung zu übernehmen. Im Herbst 2013 hatten ver.di und die Christliche Initiative Romero (CIR) gemeinsam bereits die Studie "Im Visier: Orangensaft bei Edeka, Rewe, Lidl, Aldi & Co. - Blind für Arbeitsrechte?" über die prekären Arbeitsbedingungen in der Herstellung von O-Saft in Brasilien herausgegeben. Die Verbreitung im Web (2.0) ist erwünscht!

Produkte nachhaltig: hippes Marketing

Ein englischsprachiger, etwas hektischer Werbefilm wagt auf spöttelnde Weise den Konflikt darzustellen, den manch moderner Konsument zu lösen sucht: Karriere machen mit Yoga und Wertstofftrennung, Kämpfer werden im Regenwald, oder wie der Film nahelegt, einfach Label-Produkte kaufen, die nach einem der bekannten Standards bewertet wurden. Der witzige Animationsfilm "follow the frog" wirbt für den Kauf nachhaltiger Genuss-Erzeugnisse wie Schokolade & Kaffee, und gibt die Steilvorlage für die Aussage, dass nachhaltige Nachhaltigkeit in erster Linie eben nicht mit (eingekauftem) Konsum, sondern vor allem einer entsprechenden Lebensweise zu machen sei. Bei allem Entweder-Oder ist vorstellbar, dass der Film sein Wunschpublikum erreicht und die Kaufentscheidung zugunsten der Frog-Artikel ausfallen lässt. Ob dies dann zu einer dauerhaften Wahl wird, hängt am Ende vielleicht doch vor allem davon ab, ob die Produkte hoffentlich auch schmecken, wohl tun (günstig und für den westlichen Menschen in den Supermärkten einfach erhältlich sind sie ja sowieso).

Prince Charles und sein Engagement für bäuerliche Bio Landwirtschaft

Royaler Weltretter? Als er vor über 30 Jahren damit begann, seine Ländereien auf nachhaltige Landwirtschaft umzustellen, wurde er belächelt, ja ausgelacht. Mittlerweile gehört Prinz Charles zu den Pionieren im Ökolandbau. Doch ohne seinen Bauer David wäre das nicht möglich gewesen. Davon berichtet der Dokumentarfilm Der Bauer und sein Prinz.