Teller statt Tonne in Radolfzell

Im Rahmen des Umwelt-Aktionstages der Gerhard-Thielke Realschule habe ich in Zusammenarbeit mit dem Umweltlehrer Hans-Peter Rommel sowie Susanne Schmidt (auch die Fotografin des u.g. Fotos) vom Jugendcafe Connect im Milchwerk drei 45 Minuten-Einheiten zur Sensibilisierung von SchülerInnen jeweils aus der 7., 8. und 9. Klasse durchgeführt. Am Abend gab es dann noch die Gesprächsrunde mit den Erwachsenen und dem Thema, welche Potentiale "ugly fruit" bieten.

Die knubbeligen Gemüsesticks wurden von den ca. 70 Jugendlichen am Morgen aus "Pferdemöhren" der Höri (Familie Leo Glaser) vorbereitet. Die zwei Dips (vegetarisch bzw. vegan) wurden vom Bio Restaurant Safran bereit gestellt, das Altbrot kam vorgeschnitten vom Bio Bäcker Rack+Zuck. Bei Musik wurden dann auch die theoretischen Aufgaben durch die SchülerInnen gelöst. Ungezählte Gäste konnten am Stand "Teller statt Tonne" dann auch "in echt" schmecken!

Der Aktionstag stellt die Fortsetzung der Teller-statt-Tonne Aktivitäten seit 2015 in Zusammenarbeit mit Slow Food dar. Im Mai laufen nun die Vorbereitungen für eine ähnliche Aktion im Rahmen eines Aktionswochenendes der badischen Naturfreundejugend in Radolfzell (September 2017) an. Als Folgeaktion ist dann eine richtige Schnippeldisko im öffentlichen Raum in Vorplanung: Herbst 2017 oder Frühjahr 2018?! Die Schule, die Stadt, der BUND, Lernort Bauernhof, das Cafe Connect haben erste Interessensbekundungen angedeutet, mit Slow Food hier etwas auf die Beine zu stellen! Sehr schön wäre es, wenn auch die LebensmittelhandwerkerInnen hierfür gewonnen werden könnten. 

Die Arbeit mit den Jugendlichen am 15.03.17 hat deutlich gezeigt, welches Interesse sie selbst an dem Thema haben und welche Potentiale hier schlummern: wenn Jugendliche die Vorzüge eines Sparschälers, traditionelle Rezepte wie Frikadellen oder Knödel mit eingeweichtem Altbrot erstmalig entdecken können bzw. ins kreative Nachdenken und Planen kommen, was mit überständigem Gemüse auf dem Acker oder unverkäuflichem Brot alles leckres anzufangen ist, würde nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch die kleinbäuerliche bzw. handwerkliche Lebensmittel"erzeugung" gefördert.

Programm 15.03.: Vormittags und Abends
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