Neues Kursprogramm 2018 ist gestartet, nächster Termin 05.03.18

2018 wird die spezielle Kursserie am FiBL Frick der handwerklichen Bio Verarbeitung gewidmet. Der Kurskalender erschien im September 2017.

Der nächste Termin findet am 05.03.18 statt: die Kunst des Fermentierens wird anschaulich erläutert. So wird die Fermentierfachfrau von Slow Food Deutschland Barbara Assheuer aus Berlin zu Besuch am Frick sein und aus der Praxis viele Tipps und Tricks berichten können.

Der Auftakt fand am 15.01.18 statt. Eine hochkarätig besetzte Gruppe an (inter)nationalen ReferentInnen stellte ihre Erfahrung und Perspektiven dar (Slow Food Deutschland), es wurden herausragende Schweizer Unternehmen (Milch und Backwaren) durch ihre Verantwortlichen präsentiert sowie aus nationalen Sensorikprojekten und internationalen Beratungsprojekten (Quittenpaste) berichtet. Die Anforderungen von Slow Food Deutschland und Bio Suisse wurden exemplarisch dargestellt um sich einer angemessenen Definition von Handwerk im Bio Bereich weiter zu nähern. Und die Blickwinkel einer neuen Schweizer Erzeugerorganisation wurden am Ende des langen Tages der Gruppe von 30 Teilnehmenden aus der bäuerlichen Erzeugung, Vermarktung und Herstellung mit auf den Weg gegeben. Die Veranstaltung gab einen großen Überblick über das weite Thema Handwerk der Bioverarbeitung und zeigte zahlreiche Fragen und Aufgaben, Chancen für weitere Pilotprojekte und Praxis dar. Eine Konkretisierung und Fortsetzung ist in Planung.

Am 16.01.18 wurde zum zweiten Mal der Bio-Essigkurs durchgeführt. In bewährter Qualität wird der Kurs künftig einmal pro Jahr die Grundlagen vermitteln. Eine spannende Runde an FachreferentInnen und ebenso tolle Teilnehmende beleuchteten dieses Spezialthema tiefgehend. Die Teilnehmenden von Höfen und Verarbeitung brachten sich interessiert mit zahlreichen Fragen ein. Auch Bio Senf war 2018 das erste Mal Thema. Es ist geplant, 2018/19 auch einen Praxiskurs auf einem handwerklich arbeitenden Unternehmen durchzuführen. Die 3. Ausführung des Bio-Essig/Senfkurses steht bereits fest: 15.01.19.

Auf einem Bio-Hof-in Umstellung soll das Praxis- Modul des Bio-Eiskurses durchgeführt werden. 

30 Jahre Biobranche, 20 Jahre Kontrollen und Audits

Im März 1988 hatte ich mein Vordiplom an der ehrwürdigen Georg-August-Universität in Göttingen in der Tasche (Agrarwissenschaften) und mir war klar, konventioneller Landbau ist keine Zukunft für mich. Da man zu der Zeit noch keinen Ökolandbau studieren konnte, begannen 4 WanderLehrJahre in der BioBranche: ein halbes Jahr in Neuseeland/Fidji-Inseln bei Kleinbäuerinnen, 3 Jahre in die Berliner bzw. Bremer Bio-Küchen in alternativen Kindergärten, Cateringservice und Gesundheitsberaterinnen bzw. Arbeit in Berliner Bioläden, die damals schon "Arche" hiessen oder noch das Wort eines zentralen Lebensmittels und die Kooperation im Namen trugen (Risico). Im Bremer Land dann Biohöfe, die Milch&Honig hiessen und sich noch selbst versorgten, Bio Gemüsegärtnerinnen, die sogar die Blumen für den wöchentlichen Marktstand selbst anzogen, die schönsten Cosmeen der Welt, und als Marktfahrerin ich früh morgens bei der Holzofenbäckerei die besten Zimtbrötchen aus dem holzscheit-glühenden Holzbackofen ziehen durfte.

Dann endlich konnte man 1992 in Witzenhausen das Hauptdiplom dem Biolandbau widmen! Da ich mit Diplom 1994 dann an den Bodensee nahe der Schweiz zog, ist naheliegend, dass ich die Einführung der Bio Verordnung dort 1998 auf der Seite des kontrollierten Betriebes erleben durfte. Insofern ist 2018 das Jahr der persönlichen, kleinen Jubiläen.

Neue Büroräume März 2018

Ab März 2018 werde ich ein Büro im Radolfzeller RIZ beziehen. Informationen folgen. Damit geht die Anbindung an Kooperationspartner und die Präsenz in der Öffentlichkeit in eine neue Phase. Das RIZ bietet zahlreiche Möglichkeiten für Veranstaltungen (Tagungsräume, die auch halbtags angemietet werden können, Hotel und Bus/Bahn/Autobahn um die Ecke); ein Bio Cafe, -Restaurant sind 15 Fussminuten entfernt in der Innenstadt, ebenso der See, die Mettnau, Naturschutz pur nicht weit.

DNK Schulungspartnerin 2017

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) stellt nicht nur für Großunternehmen einen Einstieg in eine transparentere Darstellung der eigenen Nachhaltigkeitsleistungen dar. Seit Oktober 2016 bin ich aktiv, als DNK-Schulungspartnerin künftig hier eine entsprechende Begleitung zu bieten.

Der erste FiBL Deutschland Bio-Vegankurs hat 2016 in Frankurt stattgefunden

Am 07.07.16 fand in Frankurt a.M. der erste Bio Vegankurs von FiBL Deutschland statt. Erfreulicherweise waren neben VertreterInnen zweier Bio-Veganer Anbau-Initiativen auch zwei bio-vegane Erzeugungsbetriebe (Gemüse und Kräuter) vertreten. Zusammen mit den Teilnehmenden aus Verarbeitung und Handel, Beratung sowie Bio Kontrolle wurden neueste Entwicklungen ausgetauscht. Ein Besuch beim veganen Supermarkt Veganz in Frankfurt mit einer Befragung des stellvertretenden Filialleiters und die Degustation 4 verschiedener veganer Joghurts ergänzte die Vielfalt der veganen Bio-Welt. Eine zweite Durchführung im November in Hamburg ist vom Auftraggeber noch unbestätigt. Das Frankfurter Detailprogramm findet sich hier.

Der Bio Einführungs-Kurs bei Bodan hat 2016 stattgefunden!

Am 03.05.16 fand bei Überlingen die 1. Ausgabe am Bodensee bei Bodan statt. Rund 20 Teilnehmende aus den unterschiedlichsten Bereichen von handwerklicher an Slow Food orientierter Verarbeitung und Gastronomie bis hin zum Industriebetrieb, Import und Beratung nahmen teil. Viele Teilnehmende setzen sich erst seit kurzer Zeit mit dem Bio Thema auseinander. Einige der vertretenen Unternehmen sind noch nicht bio-zertifiziert. Zusammen mit ABCert wurden die trockenen Anforderungen der Bio Kontrolle mit verschiedenen Themen aus der Bio Forschungsarbeit aufbereitet. Ein Rundgang bei dem vorbildlich engagierten Bio-Großhandel Bodan und eine Blinddegustation 4 veganer Joghurts rundeten die Einführung ab. Eine Fortsetzung des Kurses ist für den 23.11.16 diesmal im Taunus vorgesehen.

Klimaschutz Verhandlungen Paris 2015

Eindringlicher kann ein Kurzfilm die Notwendigkeit kaum vermitteln: "The Next Generation asks World Leaders at UN: why not act on climate change?" Und dieses junge Berliner Team "I will be in Paris" engagiert sich für eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Da kann man nur wünschen, dass sich von der Botschaft auch die anderen Generationen angesprochen fühlen?! Und was für ein toller Impuls geht von der Großdemo in Berlin am 10.10.15 aus: Mut! Eine Stunde lang sind die politischen Reden auf einem anderen Film zu sehen, der beim BUND als Demo-Live-Stream (am Rand rechts) anzuklicken ist. Hubert Weiger hat es in seiner klaren Rede gut auf den Punkt gebracht: wir brauchen ein Handelssystem, das der Vielfalt dient, und nicht den Kapitalinteressen. Die Schweizer Klimaallianz bringt es bildlich, schweizerisch herzig zum Ausdruck. Und nach Absage der Demos in Paris bringen z.B. die Berliner das Thema moralisch-auffordernd auf den Zahlen-Punkt.

Ein nachhaltiger September 2015 in Radolfzell - wie weiter?

Im September organisierte ich in Kooperation mit mehreren städtischen Einrichtungen drei Veranstaltungen in Radolfzell, die sich mit nachhaltigem Konsum, sensibler Informationsvermittlung sowie dem Aufzeigen von Lösungen auseinandersetzten. Details dazu unter vergangene Termine. Die Veranstaltungen waren ein Erfolg: Menschen aller Gesellschaftsbereiche aus Radolfzell und dem Bodenseekreis konnten gewonnen werden. Durch die ausstehende Neubesetzung des städtischen "Klimaschutzmanagements" besteht derzeit eine administrative Lücke. Angesichts des wachsenden Interesses an Nachhaltigem Konsum und auch der anstehenden Umsetzung der Nachhaltigkeitsaspekte des Kulturleitbildes 2020 sind umso mehr die bestehenden Netzwerke gefragt. Der Erfolg des "Teller statt Tonne"-Aktionstages (siehe Bericht unten) mit Koch- und Service-Auszubildenden führt aktuell zur Suche nach einer Förderung. Aufgrund der bisherigen Einmaligkeit des Aktionstages ist es notwendig, ein auf diese Zielgruppe ausgearbeitetes Konzept zum Thema Vermeidung von Lebensmittelverschwendung durch Kooperationsmodelle vom Feld bis auf den Teller zu entwickeln. Wie schön, dass im November 2015 die von Lotte Heerschop (Slow Food Deutschland) organisierte Tagung weitere Impulse brachte.

Eindrücke vom ersten AzuBi-Aktionstag Teller statt Tonne am Bodensee
15-09-24_PM_Pressemitteilung_Teller_stat
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Konferenz Eat Local, Think Global_Einlad
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Klimaschutz nicht nur auf Radolfzeller Profi-Tellern 2015

Dem nachhaltigen September liegt ein Konzept zugrunde, das nicht nur in Radolfzell zur Bekanntheit einfach machbarer, nachhaltiger Lösungen beitragen kann. Die beispielhafte Darstellung des Ablaufs in Radolfzell zeigt auf, dass der technische Begriff "2000 Watt" durch praktische Übersetzungen nahegebracht werden kann und muss.

Radolfzell gehört zu den mittlerweile 11 2000-Watt-Gemeinden rund um den Bodensee und fördert aktiv die einheimische Gastronomie (vom Bistro bis zur Klinikküche). Ziel ist, nachhaltige Themen auch über den Genuss zu vermitteln. Seit November 2014 stehe ich dem Radolfzeller Klimaschutzbeauftragten beratend zur Seite: ein halbtägiger Workshop im Rathaus Anfang März 2015 brachte 10 Geschäftsführende und leitende Mitarbeitende aus 7 Restaurants unterschiedlicher Couleur zusammen. 4 Impulsvorträge, die Darstellung ausgewählter Angebote regionaler Lieferanten für die 2000 Watt-Küche sowie der persönliche Austausch boten die Möglichkeit, alle Fragen rund um das Thema ressourcenschonende öffentliche Verpflegung zu vertiefen. Als nächste Fortbildung fand ein Besuch auf der Slow Food Messe in Stuttgart statt: ein intensiver Austausch mit Slow Food Deutschland zum Thema klimarelevante Slow Food Küche war eines der Highlights dort. Die Umsetzung des Konzeptes "Wir leben 2000 Watt" wurde auch auf einer PUSCH Tagung in Solothurn vorgestellt: wen wundert`s, dass die Verstetigung in Radolfzell die wichtigsten positiven Ergebnisse dieses auslaufenden Projektes darstellten. Der nächste Schritt widmete sich nicht nur angesichts des Fachkräftemangels den Auszubildenden der Restaurants: auch junge Menschen in der Küche bis an den Tresen und den Tisch, sollen ihre KollegInnen sowie die Gäste zu nachhaltigen Angeboten kompetent und authentisch beraten können: die Koch-Auszubildenden der ersten Ausbildungsklasse der Kreis-Berufsschule sowie KollegInnen aus dem 2./3. Lehrjahr trafen sich zum Thema "Teller statt Tonne" auf dem Demeter-Hof Rengoldshausen. Der Aktionstag gab wertvolle Anregungen! Und eine Lesung im örtlichen Milchwerk machte "Harte Kost" einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Parallel dazu wurde 14 Tage in der örtlichen Sparkasse die neue Finep-Ausstellung "Ran an den Speck" gezeigt.